Das Leben mit einer Borderline-Störung ist nicht nur für die Betroffenen selbst belastend, sondern auch für ihre Angehörigen und Partner.

    "Oft verberge ich, was ich denke oder fühle, aus Angst vor der Reaktion meines Partners oder weil es sich einfach nicht lohnt, den schlimmen Streit oder die Verletzungen riskieren, die unweigerlich folgen werden." (Paul T. Mason u. Randy Kreger, 2005, S. 22)

    "Ich habe das Gefühl, alles, was ich sage oder tue, wird verdreht, entstellt und gegen mich verwendet. Mein Angehöriger gibt an allem, was in der Beziehung falsch läuft, mir die Schuld. Ohne logisch nachvollziehbaren Grund werde ich ich mit Kritik und Vorwürfen überhäuft." (Paul T. Mason u. Randi Kreger, 2005, S. 22)

    "Ich bin Zielschreibe heftiger, unkontrollierter, irrationaler Wutausbrüche nach Phasen völlig normalen liebevollen Umgangs. Niemand glaubt mir, wenn ich erzähle, was ich durchmachen muß." (Paul T. Mason u. Randi Kreger, 2005, S. 22)

    "Ich habe Angst, eigene Ansprüche zu stellen. Er wird mit ohnehin sagen, dass meine Erwartungen überzogen seien oder dass mit mir etwas nicht stimme. Oft kriege ich sogar zu hören, meine Bedürfnisse seien unwichtig." (Paul T. Mason u. Randy Kreger, 2005, S. 23)

Diese Erfahrungen Angehöriger und Partner zeigen deutlich, wie verunsichernd Beziehungen zu Menschen mit einer Borderline-Störung sein können. Oft befindet man sich in einer Situation, wo man es nur falsch machen kann. Ein Ehemann erzählt:

    Aber selbst wenn ich haargenau das tue, was sie will, kann es sein, dass sie sauer wird. Eines Tages sagte sie mir, ich solle mit den Kindern aus dem Haus gehen, weil sie Zeit für sich brauche. Doch als aufbrechen wollten, warf sie mir die Schlüssel an den Kopf und beschuldigte mich, ich hasse sie so sehr, dass ich es nicht unter einem Dach mit ihr aushalten könne. Als ich dann mit den Kindern aus dem Kino kam, tat sie so, als sei nichts geschehen. Sie wunderte sich, dass ich noch aufgebracht war, und behauptete, ich hätte Probleme damit, Wut loszulassen." (Paul T. Mason u. Randy Kreger, 2005, S. 24)

Hier wird es bald weitere Informationen zu diesem Thema geben. Wir bitten um ein wenig Geduld. Danke.



'Schluß mit dem Eiertanz' - so lautet der Titel des hilfreichen Buchs von Paul T. Mason und Randi Kreger für Angehörige von Menschen, die unter einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden. Die Ärtzin und DBT-Therapeutin Reka Markus empfiehlt dieses Buch Angehörigen von Borderline-Patientinnen und -Patienten.



Borderline Angehörige

Borderline-Netzwerk e.V.

Borderline-Projekt Köln

Grenzposten e.V.



Am 29. März 2007 fand in den Rheinischen Kliniken wieder ein Angehörigenseminar statt, das von der Krankenschwester Dian Tara Krautz und der Ärztin Reka Markus geleitet wurde. Mehr Infos gibt es auf der gesonderten Seite zum Angehörigenseminar: weiter













Borderline-Persönlichkeitsstörung



Monika Kreusel

Zuletzt aktualisiert am 05.02.2007

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