Als wir Mitte Oktober 2001 mit dieser Homepage begannen, lag uns der Gedanke völlig fern, aus der ursprünglich kleinen Selbsthilfeseite könne ein Portal mit mehr als 600 Unterseiten entstehen, die täglich von vielen Menschen besucht wird.

Dabei sei auch anzumerken, um Irrtümern vorzubeugen, daß 'wir' eine multiple Persönlichkeit sind, das heißt, wir leben in einem Körper und haben eine Dissoziative Identitätsstörung. Alles begann beschaulich ohne jegliche HTML-Kenntnisse im Oktober 2001. Da wir uns auf die Frabe und das Design anfangs nicht einigen konnten, wechselte nahezu täglich zumindest die Farbe. Diese Homepage stand anfangs in Zusammenhang mit dem Akzeptieren und Selbstannehmen als multiple Persönlichkeit und dazu zu stehen. Etwas, was jahrelang, trotz der Diagnose 'Dissoziative Identitätsstörung' nicht und dann nur in ganz kleinen Schritten möglich war. Zudem waren wir ja auch Psychologiestudentin und widmeten uns eher zeitlich dem Studium. Aber mit der Zeit, im Laufe der Jahre entwickelte sich diese Homepage zu einem Projekt, durch das wir mit unserem fachlichen Wissen, unserer eigenen traumatischen Geschichte und der von Angehörigen, Freundinnen und Frauen aus einer Kölner Einrichtung, die wir seit 10 Jahren besuchen, anderen traumatiserten Menschen etwas geben können. Eine weiteres Ziel sind dabei die Entstigmatisierung der Betroffenen und die Aufklärung der Bevölkerung über traumarelevante psychische Störungen, die mit zahlreichen Vorurteilen belegt sind.

Mittlerweile sind wir krankheitsbedingt berentet und mußten schweren Herzens unser Studium vorzeitig aufgeben. Somit wurde die Homepage auch im Laufe der Jahre zu unserem Lebensinhalt. Wir haben eine wirklich sinnvolle Aufgabe gefunden, in die wir jeweils verschiedene Begabungen einbringen können und gefordert sind, untereinander zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten.



Wir haben zwar in diversen Hochschulbibliotheken mehrfach verschiedene Anschaffungsvorschläge gemacht, meistens mir Erfolg, jedoch gibt es Bücher, die sehr begehrt sind und somit schnell zurückgegeben werden müssen. Da so ein effektives Arbeiten nicht immer möglich ist, entstehen für uns horende Kosten, auch wenn uns verschiedene Verlage unterstützen, indem wir von ihnen Bücher zum Rezensieren erhalten. Da aber diesbezüglich usnere Kräfte nicht unbegrenzt sind, heißt es nicht selten, von unserer Rente und Grundsicherung (347 EUR nach Abzug der Miete) Fachliteratur zu kaufen, damit wir stets auf dem laufenden sind. Diese Weiterbildung ist für uns auch nach dem Beendenmüssen des Psychologiestudiums selbstverständlich, auch insbesondere um unseren Gästen anspruchsvolle und aktuelle Informationen geben zu können.

Seit Juli 2006 sind wir (förderndes) Mitglied im Dachverband Dialektisch Behaviorale Therapie e.V. und halten uns auch damit ständig auf dem Laufenden und sind in Kontakt mit anderen Mitgliedern. Das Vermitteln von Skills als Möglichkeit selbst etwas für den Alltag ind er Hand zu haben während der Therapie und dies ansprechend darzustellen ist innerhalb der Homepage ein Bestandteil mit wachsender Bedeutung.

Seit August 2006 arbeiten wir zusammen mit Dian Tara Krautz im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zur Borderline-Persönlichkeitsstörung und zur Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT) zusammen. Sie ist Krankenschwester und arbeit in der Tagesklinik 17 der Rheinischen Kliniken Köln. Der Kontakt zu ihr kam über die Leiterin der TK 17, der Ärztin und DBT-Therapeutin Frau Markus zustande, die wir seit nunmehr 12 Jahren kennen.

Ich würde gerne, insbesondere für den Raum Köln ein Infotelefon anbieten für Betroffene und Angehörige, aber auch für Fachleute nichttherapeutischer Berufe, die aber regelmäßig regelmäßig in Kontakt stehen zu komplex traumatisierten Menschen. Das heißt, eines unserer Ziele ist es, zu einer weiterreichenderen Vernetzung beizutragen. Das ist jedoch mit Kosten verbunden, die ich allein nicht tragen kann. Nicht selten ist es so, daß sich Betroffene sehr unsicher fühlen und noch davor zurückschrecken einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen oder dort offen zu sprechen.

Dann kann es helfen, diesen Menschen Informationen an die Hand zu geben, daß sie mit diesen Problemen nicht alleine sind und sie sich öffnen können. Natürlich soll und kann dies keinen Arztbesuch ersetzen, sondern vielmehr dazu ermutigen, sich Hilfe zu suchen. Auch, wenn Betroffene zuvor mit 'der Psychiatrie' nach ihrem Empfinden schlechte Erfahrungen gemacht haben. Allerdings wird dies nur 1-2 mal die Woche für einige Stunden möglich sein, da meine Belastbarkeit begrenzt ist.

Zwar erstellen wir bereits Flyer, die aber, sagen wir mal eher einfach gehalten und optisch wenig professionell sind, möchten dies aber weiter ausbauen mit auch optisch ansprechenden Materialien für Kliniken, therapeutische Praxen, Behörden oder auch soziale Einrichtungen.



Dafür bitten wir nun, nach langen Überlegungen, um finanzielle Unterstützung, da die Kosten für uns einfach zu hoch geworden sind.
Wichtig dabei ist, damit wir keine Schwierigkeiten bekommen, daß auf der Überweisung vermerkt ist, daß das Geld zweckgebunden ist für die Homepage, also mit der Domain www.blumenwiesen.org.







Monika Kreusel

Zuletzt aktualisiert am 10.06.2008

www.blumenwiesen.org