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Wenn du eine Schizotypische Persönlichkeitsstörung hast, dann wurde dir vielleicht schon oft gesagt, du wirkst sehr ernst, kühl oder distanziert. Das kennen wir auch! Und anderes.
Wir haben uns für uns diese Übung ausgedacht, um mit anderen Menschen besser in Kontakt treten zu können. Diese Übung soll uns selbst aber auch dazu dienen, von der Einzelkämpfer-Natur und -Austrahlung Abstand zu nehmen, die wir jahrelang gepflegt und entwickelt haben. Sie war auch überlebensnotwendig für uns. Heute, nach vielen Jahren nahezu täglichem Kontakt in einer sozialen Einrichtung un einem Jahr Betreuten Wohnens sowie fast 10 Jahren Therapieerfahrung wissen wir zumindest vom Verstand her, daß nicht an allen Ecken Gefahren drohen.
Wir wollen dir hier Anregungen geben, wo und in welchen Situationen zu üben kannst, andere Menschen anzulächeln. Mit einem Lächeln, das von Herzen kommt. Also nicht aufgesetzt. Du kannst dir verschiedene Gelegenheiten aussuchen, wo du dies längerfristig umsetzen kannst. Am besten erst jene, wo es einfacher ist. Wir empfehlen auch, dies nicht nebenbei, sondern ganz bewußt und achtsam zu tun.
Schenke jedem Menschen ein Lächeln:
- Im Supermarkt an der Kasse
- In der Bäckerei
- In der Schule im Unterricht und in den Pausen
- Am Arbeitsplatz gegenüber den KollegInnen und Vorgesetzten
- Im Kontakt mit Freunden
- Im Kontakt mit Bekannten
- Im Kontakt mit der Familie
- In der Straßenbahn, wenn dir ein Kind gegenüber sitzt
- Wenn ein Obdachloser dich in der Straßenbahn oder auf der Straße anspricht
- Wenn du etwas unternimmst und dort auf fremde Menschen triffst
- Wenn du einem Nachbarn oder einer Nachbarin begegnest
- In der Therapie gegenüber dem Therapeuten oder ggf. den Gruppenmitgliedern
- In einer Klinik gegenüber den MitpatientInnen und Teammitgliedern
Deiner Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt! Du kannst die Übung natürlich deinen Lebensbedingungen anpassen. Wir empfehlen die Übung über einen Zeitraum von wenigstens 8 Wochen zu machen, damit du später automatisch andere Menschen anlächelst. Du kannst die Übung dann anschließend immer mal wieder eine Woche machen.
© Monika Kreusel
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