Dachverband Dialektisch Behaviorale Therapie




Frühlingsgefühle, denkst du, die haben andere? Du nicht?

Auf dieser Seite findest du Skills für den hilfreichen Umgang mit dem quälenden Gefühl der Einsamkeit.

Was nicht hilft, bestenfalls nur kurzfristig, langfristig aber schadet, sind Alkohol, Drogen oder Pillen. Ein belastendes Gefühl 'wegzumachen' ist erstens nicht wirklich möglich, zudem zieht selbstschädigendes Verhalten gesundheitliche Probleme und letztenendes eine Verschlimmerung des Problems dar.

Stattdessen kannst du quälendenen Gefühl entegegengesetzt handeln und konkrete Schritte unternehmen, deine Situation zu verändern. Unter uns, für uns selbst ist das auch ein großes Thema.

Wenn du schon sehr lange einsam bist bzw. dich fühlst und nur wenige Kontakte oder Freundschaften hast, hast du möglicherweise nicht ausreichend gelernt oder verlernt, Freundschaften aufzubauen oder überhaupt Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen. Heute im Hier und Jetzt kannst du an deiner Situation etwas ändern. Vermutlich ist in diesem Fall das Gefühl der Einsamkeit mit Scham und Angst verbunden. Das trifft besonders zu, wenn du, wie wir eine schizotypische Persönlichkeitsstörung hast.

Hast du dagegen eher das Problem, daß eigentlich sehr wohl Freunde hast oder eine Beziehung, dich aber in deren vorübergehnder Abwesenheit völlig verlassen fühlst und innerlich leer? Auch dafür findest du hier natürlich Skills.



Hier findest du einige aufbauende Affirmationen. Damit sie dir wirklich Nutzen bringen, ist es notwendig, immer wieder an sie zu denken. Dafür kannst du sie dir beispielsweise auf Karten schreiben und dir immer wieder ansehen.


  • Heute kann ich meine Situation in die Hand nehmen und ändern.
  • In der Vergangenheit haben mir einige Menschen sehr geschadet und Gewalt zugefügt, aber heute kann ich auswählen und bewurteilen, wer mir gut tun wird und wer nicht.
  • Ich bitte um Hilfe, wenn ich Hilfe brauche. *1
  • Ich bin bereit mich zu verändern und weiterzuentwickeln. *1
  • Ich liebe mich. *1
  • Wenn ich inneren Widerstand spüre, weiß ich, dass ich mich für die Heilung öffnen und diese Blockaden auflösen kann. *1
  • Ich mache alles, so gut ich kann. Von Tag zu Tag fällt mir das Leben leichter.*1
  • Ich akzeptiere mich und bin offen für Veränderungen. *1
  • Ich entscheide mich bewußt dafür, mich zu lieben und mich an meinem Wesen zu erfreuen. *1
  • Ich finde in meinem Leben Sicherheit und Geborgenheit. *1
  • Nicht immer können Menschen bei mir sein, aber meine Engel sind immer bei mir.
  • Ich freue mich an der Liebe, die ich meinen Mitmenschen geben kann. *1
  • Im Hier und Jetzt schenke ich mir bedingungslose Liebe. *1
  • Liebevoll umarme ich mein inneres Kind. *1
  • Ich übernehme Verantwortung für mein Leben. Ich bin frei. *1
  • Ich befreie mich jetzt von alten Ängsten und Blockaden. *1
  • Ich erschaffe jetzt meine Zukunft. *1
  • Ich bin jetzt erwachsen und kümmere mich liebevoll um mein inneres Kind. *1
  • Ich bin bereit, meine Grenzen zu überschreiten. *1
  • Ich liebe und achte mich. *1
  • Ich überwinde alle einengenden Glaubenssätze und akzeptiere mich voll und ganz. *1
  • Ich löse mich jetzt von alten inneren Mustern, die bewirken, dass ich problematische Freundschaften in mein Leben ziehe. *1
  • Es gibt kein 'zu spät', ich kann jetzt etwas Neues beginnen.

*1 Louise Hay: Du selbst bist die Antwort, Ullstein-Taschenbuch, 1999



Du kannst dich hier und jetzt von einengenden Glaubenssätzen bzw. Grundannahmen verabschieden. Solche destruktiven oder einengenden Glaubenssätzen sind beispielsweise:

  • Ich bin nicht liebenswert.  stattdessen: Im Hier und Jetzt schenke ich mir bedingungslose Liebe. *1
  • Ich bin nicht gut genug.  stattdessen: In der Liebe gibt es keine Leistungsanforderungen.
  • Ich bin zu dick.  stattdessen: Wenn ich übergewichtig bin, kann ich hier und jetzt beginnen, mich gesund und ausgewogen zu ernähren.
  • Ich bin zu dünn.  stattdessen: Ich kann Hier und jetzt beginnen mich ausreichend und vollwertig zu ernähren.
  • Ich bin zu alt.  stattdessen: Beziehungen und Freundschaften kann es in jedem Alter geben.
  • Ich arbeite zu viel.  stattdessen: Ich kann und darf Pausen machen.
  • Ich bin zu arm.  stattdessen: Liebe ist keine Frage des Kontostands.
  • Ich bin zu leichtsinnig.  stattdessen: Ich kann hier und jetzt in der DBT lernen, meine Impulse zu kontrollieren.
  • Ich bin zu stur.  stattdessen: Ich kann hier und jetzt lernen flexibler zu werden.
  • Ich bin zu unscheinbar.  stattdessen: Ich kann hier und jetzt das Beste aus meinem Äußeren machen.
  • Ich bin nicht hübsch genug.  stattdessen: Ich kann hier und jetzt beginnen, das Beste aus meinem Typ zu machen.
  • Ich bin eine Spaßbremse.  stattdessen: Ich habe meinen eigenen Humor.
  • Die anderen könnten mich zurückweisen.  stattdessen: Ich überlebe es, wenn ich zurückgewiesen werde. Auch selbstsichere Menschen werden manchmal zurückgewiesen.
  • Ich weiß nicht genug.  stattdessen: Ich kann mich weiterbilden und über das aktuelle Tagesgeschehen auf dem Laufenden halten.
  • Ich müßte mich vielleicht verändern.  stattdessen: Das Leben ist Veränderung und Wachstum. Es ist also nichts Schlimmes, wenn ich mich verändere.
  • Ich könnte meine Freiheit verlieren.  stattdessen: Etwas aufzugeben, bringt auch stets etwas Neues.
  • Ich könnte versagen  stattdessen: Ich arbeite an mir, dabei kann ich nicht versagen.
  • Es ist schwierig durchzuführen.  stattdessen: In kleinen Schritten schaffe ich es im Hier und Jetzt
  • .

Zahlreiche der destruktiven Aussagen haben wir aus diesem Buch entnommen:
Louise Hay: Gesundheit für Körper und Seele; Ullstein Taschenbuch, 2006, 5. Auflage



Schön, jetzt hast du dich mit deinen destruktiven Glaubenssätzen beschäftigt und sie gegen aufbauende und positive Affirmationen ersetzt. Jetzt heißt es, danach zu handeln und hier und jetzt konkrete Schritte zu beginnen. Nicht jeder dieser Schritte, muß unmittelbar mit persönlichen Kontakten verbunden sein. Du kannst auch einfach etwas unternehmen, was du gerne möchtest.

  • Du kannst bei schönem Wetter durch einen Park spazieren gehen, die blühenden Bäume und das Zwitschern der Vögel genießen.
  • Du kannst in den Zoo gehen und die die vielen kleinen Tierbabys ansehen.
  • Du kannst dich mit einer Freundin oder einem Freund draußen vor ein Straßencafé setzen und einen Kaffee trinken.
  • Du kannst dich auch allein draußen vor ein Straßencafé setzen und einen Kaffee trinken.
  • Du kannst es dir statt Trübsal zu blasen allein zu Hause gemütlich machen, z.B. auf dem Balkon, wenn du einen hast.
  • Du kannst deinen Balkon bepflanzen und es dir so selbst schön machen zu Hause.
  • Du kannst bei schönem Wetter durch die Stadt bummeln.
  • Du kannst eine Freundin oder einen Freund anrufen.
  • Du kannst dein Haustier streicheln.
  • Du kannst deinen Engeln einen Brief schreiben. Wenn du sie um etwas bittest, dann bedanke dich bitte im Voraus bei ihnen.
  • Du kannst dich mit Freunden treffen und mit ihnen kochen.
  • Du kannst draußen auf dem Balkon ein schönes Buch lesen.
  • Du kannst dir Fotos von Freunden ansehen. Du bist vielleicht gerade räumlich nicht bei ihnen, aber in ihrem Herzen.
  • Du kannst dich in einem regionalen Veranstaltungskalender schlau machen, ob etwas für dich dabei ist, wo du gerne hingehen möchtest.




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Borderline    Dissoziative Identitätsstörung    Posttraumatische Belastungsstörung    Schizotypische Persönlichkeitsstörung

Frühlingsgefühle



Monika Kreusel

Zuletzt aktualisiert am 27.02.2007

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