Auf dieser Seite wollen wir die Arbeit unterschiedlicher Organisationen vorstellen, die sich gegen die Genitalverstümmelung in verschiedenen Kontinenten und Ländern der Welt engagieren. Wir treffen dabei eine Auswahl stellvertretend für alle, denn es gibt international sehr viele. Einen Schwerpunkt auf dieser Seite bildet Unicef, denn wir sind bei dieser Organisation Fördermitglied. Ein Teil der hier genannten Organisationen setzt sich allgemein, für Kinder oder auch speziell für Mädchen und Frauen für deren Schutz und Versorgung sowie für den Erhalt der Menmschenrechte ein. Andere konzentrieren sich ausschließlich auf die Female Genital Mutilation.

Unicef

Unicef trägt zur Bekämpfung der Genitalverstümmelung u.a. im Senegal ein und unterstützt dort die einheimische Organsiation Tostan. Im Senegal leben viele Menschen und besonders Frauen, die weder lesen noch schreiben können und auch sonst keinerlei Schulbildung besitzen. Die Organisation ermöglicht Frauen, lesen und schreiben zu lernen und vermittelt Unterricht in hygienischen Grundkenntnissen sowie Informationen über die körperlichen Folgen der Female Genital Mutilation. So soll erreicht werden, daß in immer mehr Teilen der Bevölkerung des Landes keine Mädchen mehr verstümmelt werden. Zwar ist die Genitalverstümmelung im Senegal verboten und den Beschneiderinnen drohen mehrjährige Haftstrafen, oft aber ist noch die jahrtausende alte Tradition stärker. Wir haben von der Organisation Tostan von der bekannten und erfolgreichen Schauspielerin Katja Riemann erfahren. Sie ist Botschafterin für Unicef.

Am 10. Dezember 2004 hielt sie in Köln in ihrer Eigenschaft als Botschafterin für Unicef einen Vortrag über die Female Genital Mutilation im Senegal und über die dort einheimische Organisation Tostan, der von der Unicef-Hochschulgruppe Köln organisiert wurde. Anschließend fand eine teils etwas hitzige Diskussion statt, es waren mehrere hundert Studentinnen und Studenten gekommen. Wir nahmen auch an der Diskussion teil. Dabei fragten wir Katja Riemann nach der Traumatisierung der Betroffenen. Aber im Rahmen der Arbeit von Tostan ist dies weniger von Bedeutung, wenngleich durch diese Arbeit von Tostan den Frauen dort überhaupt erst möglich ist, das Tabu zu brechen und über ihr Erlebnis der Genitalverstümmelung zu sprechen sowie über die erheblichen Belastungen durch die körperlichen Folgen. Im Anschluß hatten wir noch einmal dort die Möglichkeit mit Katja Riemann relativ lange darüber zu sprechen und sie empfahl uns zwei Bücher zum Thema.

Wir werden in Kürze noch weiter über die Arbeit von Unicef gegen die Female Genital Mutilation im Senegal und in Äthiopien berichten.

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Es werden sehr bald Informationen zur Arbeit weiterer Organisationen wie Terre des Femmes und die Waris-Dirie-Foundation hier zu finden sein. Wir bitten um Geduld.





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Monika Kreusel

Zuletzt aktualisiert am 13.10.2005

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