|
Innerhalb der DBT gehört zu den zwischenmenschlichen Fähigkeiten das Erkennen ungünstiger Mythen und das Finden von Gegenargumenten. Darüberhinaus werden förderliche Aussagen vermittelt.
Nicht immer ist es möglich, zu erreichen, was wir möchten, auch wenn wir die Fähigkeiten dazu haben. Aber unsere Angst kann uns im Weg stehen, effektiv zu handeln oder um etwas zu bitten. Nicht selten halten uns auch ungünstige Mythen davon ab, aktiv zu werden und zu handeln. Die Dialektisch Behaviorale Therapie kann dir dabei helfen, solche Mythen, vond enen wir unten welche auflisten aufzugeben. Um den Sinn von hilfreichen Affirmationen und förderlichen Aussagen zu verstehen, erfährst du hier etwas über den Sinn dieser Skills.
In der Dialektisch Behavioralen Therapie nach Marsha Linehan werden auch kognitive Strategien eingesetzt. Diese können helfen, eigenverantwortlicher und kompetenter zu handeln, nicht mehr durch ungünstige Überzeugungen blockiert zu sein. Dies ist Inhalt des Moduls 'zwischenmenschliche Fähigkeiten'. Aber auch im neuen, in Deutschland entwickelten 5. Modul 'Selbstwert' von Gitta A. Jacob, Harald Richter, Claas-Hinrich Lammers, Martin Bohus und Klaus Lieb geht es auch u.a. um das Aufgeben von negativen selbstbezognen Grundannahmen, die das Verhalten ungünstig beeinflussen.
Herzfrau www.wivica.de
Ungünstige Einstellungen, die sich im Alltag behindern können, sind besipielsweise folgende:
|
- Wenn jemand versucht mich aus der Fassung zu bringen, kann ich das nicht aushalten.
- Wenn sie nein sagen, wird mich das umbringen.
- Ich bin es nicht wert, zu bekommen, was ich möchte oder brauche.
- Wenn ich um etwas bitte, wird das zeigen, daß ich ein schwacher Mensch bin.
- Ich muß wirklich unfähig sein, wenn ich das nicht allein schaffe.
- Bevor ich um etwas bitte, muß ich wissen, ob die Person ja sagen wird.
- Eine Bitte abzulehnen, ist immer selbstsüchtig.
- Ich sollte bereit sein, für andere auf meine eigenen Bedürfnisse zu verzichten.
|
Aus: Trainingsmanual zur Dialektisch Behavioralen Therapie, Marsha Linehan, S. 147, CIP-Medien
Das ist nur eine kleine Auswahl. Kommt dir der eine oder andere Satz bekannt vor? Wenn du an einer DBT-Gruppe teilnimmst, kannst du lernen, solchen ungünstigen Glaubenssätzen etwas entgegenzuhalten und neue Wege zu gehen. Das ist sicher nicht einfach - aber dennoch möglich! Marsha Linehan bietet eine Auswahl an förderlichen Aussagen an, auch davon bieten wir einige hier an.
|
- Es ist in Ordnung, wenn ich von einer anderen Person etwas möchte oder brauche.
- Es steht mir zu, eine andere Person nach etwas zu fragen, was ioch möchte oder brauche.
- Ich kann es aushalten, wenn ich nicht bekomme, was ich möchte oder brauche.
- Wenn ich meine Ziele nicht erreiche, bedeutet das nicht, daß ich dabei etwas falsch gemacht habe.
Ich darf auf meinen Rechten bestehen und bin dann noch immer ein wertvoller Mensch.
- Wenn ich jemandem nein sage und er ärgerlich wird, heißt das nicht, daß ich hätte ja sagen sollen.
- Ich kann mit mir selbst im Reinen sein, auch wenn jemand ärgerlich auf mich ist.
|
Aus: Trainingsmanual zur Dialektisch Behavioralen Therapie, Marsha Linehan, S. 147, CIP-Medien
|
|