Ich heiße Monika, bin 37 Jahre alt und lebe in Köln. Allerdings bin ich nicht ganz allein..., denn ich bin eine multiple Persönlichkeit.

Ich habe nach meinem Abitur am Abendgymnasium Köln im Jahr 1999 vier Jahre lang Psychologie studiert (1999-2003). Genaugenommen heißt das, wir haben studiert...Leider konnten wir das krankheitsbedingt nicht abschließen. Jetzt sind wir eine vielbeschäftigte EU-Rentnerin.

Wie man sich schon fast denken kann, verbringen wir ziemlich viel Zeit mit lesen, lungern in irgendwelchen Buchhandlungen in der City herum oder in Bibliotheken. Davon gibt es hier ja genügend...Da gab es dochmal so eine nette Werbung von einer Buchandlung "Ein Heim für Besserwisser" oder so ähnlich. Dort sind unheimlich bequeme Sofas und man kann stundenlang ungestört lesen...

Aber natürlich machen wir auch andere Sachen...
Seit einiger Zeit habe ich begonnen Achtsamkeit nach Thich Nhat Hanh zu praktizieren und gehe mittlerweile dafür auch zu einem Achtsamkeitskreis, um mit anderen Menschen darüber in Kontakt zu sein, die das gleiche tun. Darauf bin ich durch eine Empfehlung von Luise Reddemann gekommen. Denn wir bieten ja in unserer Wohlfühl-Oase Achtsamkeitsübungen an und dafür hatte sie uns Literatur von Thich Nhat Hanh empfohlen. Mich sprechen die Bücher von ihm sehr an, wobei die Praxis in alltäglichen Situationen wegen des Dissoziierens nicht selten recht schwierig ist. Aber es klappt zunehmend besser.

Nahe in Zusammenhang mit dem Yoga und der Achtsamkeit nach Thich Nhat Hanh, aber natürlich auch mit unserem Glauben an Gott und an unsere Engel steht die Gewaltlosigkeit (sanskrit: Ahimsa), die ich mich bemühe zu praktizieren. Manchmal, wenn mich jemand sehr aggressiv angreift, kann es jedoch passieren, daß eine Beschützerpersönlichkeit nach "draußen" kommt und mich verteidigt. Dann sind andere Menschen schon mal sehr erschrocken. Aber in der Regel ist dies nicht so oft und ich achte bewußt darauf, mich nicht aggressiv zu verhalten. Allerdings bin auch ich kein "Fußabtreter". Gewaltlosigkeit bedeutet ja nicht ein "Wegmachen" von Wut, sondern ein bewußter Umgang damit, ohne andere Menschen anzugreifen. Mehr ein hinter die Wut sehen, auf die dahinterleigenden Bedürfnisse. Ich orientiere mich dabei auch mit an der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg.

Ich selbst beschäftige mich zunehmend mehr noch mit dem Zen und suche mir Wege für meine Spiritualität. Nein, bei uns gibt es keine Glaskugeln, aber einige Engel und bislang einen Buddha beipielsweise. Zunehmend lasse ich in dieser Hinsicht Konventionen zurück, die mir zu eng werden. Natürlich bin ich Christ. Ich würde mich nicht im engeren Sinne als Buddhistin sehen, nehme den Zen-Buddhismusmehr jedoch auch mehr als eine Lehre wahr als wirklich eine Relgion.

Wenn dazwischen Zeit bleibt...was ja durchaus mal der Fall ist, da wir ja EU-Rentnerin sind und wenig belastbar, dann genießen wir beispielsweise die eine oder andere von unseren vielen leckeren Teesorten, die wir zu Hause haben. Wir könnten also von daher locker eine Teestube aufmachen...

Ab und zu machen wir allerdings mit unserer Freundin Julia die Innenstadt unsicher. Ich bin allerdings selbst sehr schüchtern und gehe allein eher selten aus. Unsere ehemahlige Stammkneipe hat leider zugemacht, eine andere ist jetzt dort.

Da wir im Alltag viele Schwierigkeiten haben, bekommen wir seit Januar 2005 durch den SkF Köln Betreutes Wohnen zu Hause in unserer Wohnung. Das heißt, wir sehen ca. zwei Stunden in der Woche eine Sozialarbeiterin, die dafür auch einmal wöchentlich zu uns nach Hause kommt.
Seit Juli 1997, während einer sehr schweren Zeit für uns gehen wir regelmäßig ins Mäc-Up. Das ist eine Einrichtung des SkF Köln in der Innenstadt und eine wichtige Unterstützung für uns. Dort dürfen alle von uns da sein. Manchmal wird gescherzt, daß alle, die mit frühstücken auch bezahlen müssen...aber dann sage ich, daß wir physisch gesehen eine sind und ja schließlich nicht für 11 Leute essen...

Wir haben aber auch vor 6 Jahren eine Leidenschaft entdeckt, das Basteln an unserer Homepage. Am Anfang war es ein wenig schwierig uns auf das Design, z.B. die Farben etc. zu einigen...Aber hier darf jede von uns Ideen einbringen und sich an den Texten beteiligen, auch wenn das äußerlich am Endergebnis vielleicht so gar nicht richtig auffällt. Das hoffen wir zumindest, denn wir wollen ja schliesslich ein stimmiges Gesamtergebnis erreichen.

Diese Homepage ist für usn jedoch weit mehr geworden mit den Jahren. Was so klein angefangen hatte ist jetzt eine wichtige und produktive Aufgabe geworden, wo wir unterschiedliche und vielfältige Begabungen einbringen können und damit auch anderen Menschen etwas geben. So war auch unser Studium nicht 'für die Katz'. Zu früheren Zeiten war es auch ein wesentlicher Beweggrund für mich, Psychologie zu studieren, weil ich einem bestimmten Beruf angestrebt hatte, der ein Dienst am Menschen ist. Das war dann leider doch nicht realisierbar, auch besonders mit aus körperlichen Gründen, aber so kann ich auf diese Art etwas davon verwirklichen.

Wir leben sehr gerne hier in Köln, sind aber vorübergehend bis vor 12 Jahren, in nahezu rekorverdächtiger Schnelligkeit, schon ganz schön weit rumgekommen...Ursprünglich kommen wir aus Eitorf, dort sind wir aufgewachsen. Irgendwann vor circa 13 Jahren ab dem 9.September 1994 begann dann eine längere "Rundreise" durch die Umgebung, über Siegburg, Bergisch-Gladbach, Hennef, Troisdorf, Overath-Marialinden - bis wir schliesslich 1996 endgültig nach Köln kamen. Dazu ist zu sagen, daß wir 1994 plötzlich obdachlos geworden waren. Neu war Köln für uns nicht, hier haben wir in der Schildergasse (City) von 1990 bis 1993 eine Berufsausbildung zur Einzelhandelskauffrau gemacht, wo wir vor allem auch dekorieren gelernt haben.

Umziehen tun wir aber eigentlich gar nicht gerne. Das hat uns auch an sich alles andere als Spaß gemacht. Regelmäßiges Umziehen gehört auch keineswegs zu unseren Gewohnheiten. Nachdem wir lange Zeit wohnungslos waren, wohnen wir seit 8 Jahren in einer schönen, nach Feng- Shui eingerichteten Wohnung mit einer großen Dachterasse. Seit dem 3. Juli 2005 lebt bei uns unsere Katze Lolita. Sie kommt aus Südspanien und ist auch traumatisert, denn sie wurde mit vielen anderen obdachlosen Artgenossen in eine Tötungsstation gesteckt. Dort kämpfte sie mit anderen Katzen und den wenigen Platz und zog sich dabei sehr tiefe Verletzungen zu, die nur langsam verheilten. Aus diesen schlimmen Verhältnissen wurde sie Anfang April 2005 von Tierschützern befreit, ärztlich versorgt, kastriert und so kam sie schließlich über eine private Initiative nach Brühl- und schließlich zu uns nach Köln. Einer unserer Ärzte stichelt gerne, wir hätten uns gefunden. Also die Lolita und ich.

In unserer Wohnung hängen auch zahlreiche selbstgemalte Bilder, die teilweise in der Kunsttherapie während unserer bisher 4 Aufenthalte in der Tagesklinik Alteburger Straße entstanden sind. Zeitweise konnten wir bei einer Freundin in deren Atelier malen. Leider aber mußte sie das Atelier schließen und somit würden wir uns freuen, wenn uns jemand anbietet, bei sich zu malen zu können. Ich male bevorzugt (aber nicht ausschließlich) mit Acryl auf Leinwand und würde gerne auch zu späterer Zeit Bilder ausstellen. Die Bilder, die in der Wohnung hängen und zahlreiche andere, die in Kliniken entstanden sind, sind allerdings unverkäuflich. Einen Teil meiner bzw. unserer Bilder kannst du dir im Atelier auf dieser Homepage ansehen. Eines der Bilder, das wir bei unserer Freundin in ihrem Atelier gemalt haben, kannst du hier sehen:

Jetzt wirst du dich vielleicht fragen, was es mit dem Namen der Homepage auf sich hat...Wir werden das oft gefragt.

Der Name Blumenwiesen ist keinesfalls der unseres Systems, sondern dieses und andere Blumenmotive zeigten sich schon, soweit ich zurückdenken kann, in unseren gemalten Bildern.
Der Name Blumenwiesen steht einerseits für eine Erfahrung, die dazu führte, daß ich multipel wurde und die ersten anderen Persönlichkeiten in mir entstanden sind.
Der Name Blumenwiesen steht andererseits aber auch für einen Ort, unsere Homepage, wo alle sich wohlfühlen können sollen, die uns besuchen.
Und mittlerweile ist eine Blumenwiese auch mein bzw. unser Wohlfühl-Ort (als Imaginationsübung). Ich habe mich übrigens früher gerne in realen Blumenwiesen aufgehalten.

Da wir ein vollständiges Impressum auf unserer Homepage haben, möchten wir davon Abstand nehmen unser System hier in der Öffentlichkeit näher darzustellen.


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Monika Kreusel

Zuletzt aktualisiert am 27.01.2008

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